Landesbischof: Gefahr nicht kleinreden

Der Landesbischof hat in einem Schreiben an die Schura sein Mitgefühl zur schweren Gewalt gegen Moscheen geäußert:

„Unser Mitgefühl gilt allen betroffenen Einrichtungen und Moscheegemeinden.

Wir als Landeskirche werden alles in unserer Macht stehende tun, dass die Öffentlichkeit nicht wegsieht und die Gefahr nicht kleingeredet wird – gleichgültig wer hinter den Anschlägen stehen mag."  weiterlesen


Übergriffe auf Muslime und Moscheen

Schura Niederachsen und DITIB verurteilen in einer gemeinsamen Presserklärung vom 13.03.2018 die steigende Anzahl von Übergriffen auf Muslime und Ihre Einrichtungen. Gotteshäuser sind besonders schutzbedürftig. Sie sind sakrale Räume, die Schutz und Geborgenheit bieten und öffentliche Zufluchtsstätten sind.

 

Umso tiefer ist die Erschütterung, wenn sie im Visier einer demokratiefeindlichen und terroristischen Selbstjustiz, ja sogar selbst ernannter Paralleljustiz, werden. Denn die aktuellen Geschehnisse und öffentliche Bekenntnisse führen zu dem Bild, Straftaten selbst zu rechtfertigen, sie somit zu legalisieren. Wir laden alle Verfechter der Demokratie dazu ein, alle legitimen Mittel zu nutzen, die unser Rechtssystem zu bieten hat. (weiterlesen)

 

Geschäftsstelle eröffnet

Nach längerer Suche wurden nun gut erreichbare Räume direkt am Hauptbahnhof Hannover gefunden. Unsere Geschäftstelle wurde am 09.03.18 feierlich eröffnet.

 

Sie soll nicht nur als Anlaufpunkt für die Mitglieder, für Vorstandssitzung und Gremienarbeit dienen, sondern auch der Öffentlichkeit die Türen offnen, um mit Muslimen in den Dialog zu treten. Auch Kurse werden in Zukunft hier angeboten. (weiterlesen und zur Bildergalerie)


Muslime nicht in Sonderrollen zwängen

„Es gibt keinen Grund für weitere Gutachten über die islamischen Religionsgemeinschaften. Diese liegen bereits vor", erklärt Recep Bilgen, Vorsitzender der Schura Niedersachsen in einer Presseerklärung vom 20.11.17. Anlass sind Äußerungen von CDU- Politiker Björn Thümler zum geplanten Islamvertrag des Landes mit den islamischen Religionsgemeinschaften. Die neue Landesregierung wolle weitere Gutachten einholen.

 

Yilmaz Kilic, der Vorsitzende der DITIB Niedersachen und Bremen sagt: „Es verwundert uns sehr, dass die Rede von einem „in ein Staatskirchenvertrag pressen lassen die Rede ist". Zumal diese Vorgehensweise geltendes und angewandtes Recht ist. Die Muslime wünschen sich Begegnung auf Augenhöhe. (weiterlesen)

„Muslime vor der Landtagswahl“ Podiumsdiskussion in Hannover

Mit Politikern aller großen Parteien organisierte die Schura anlässlich der Landtagswahlen am 05.10.17 eine Podiumsdiskussion. Dabei ging es auch um den bisher nicht zu Stande gekommenen Staatsvertrag mit den Muslimen.

Belit Onay betonte, die Grünen hätten bis zum Schluss für die Realisierung gekämpft. Doris Schröder-Köpf schilderte, warum die Rot-Grüne Mehrheit nicht ausgereicht hatte. Auch Claudia Jacobi (FDP) und Andreas Braendle (Die Linke) möchten sich nach der Wahl für den Vertrag einsetzen.

 „Alle sprechen sich für den Staatsvertrag aus, aber es ist nicht zu Stande gekommen“ kommentierte der Moderator Michael Berger (HAZ) die Aussagen der Podiumsteilnehmer. weiterlesen / zu den Fotos


Muslimische Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger erfolgreich ausgebildet

Auf der Abschlussfeier am 11.08.2017 erhielten 8 Absolventinnen und Absolventen ihr Zertifikat. Der Kurs war von der Schura und der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig zum ersten Mal gemeinsam Angeboten worden.

Kursleiter Pfarrer Schmuck betonte: "Wir möchten, dass jeder Mensch seelischen Beistand erhält, unabhängig von Kultur und Religion.“  Landesbischof Dr. Meyns erklärte: „Die Ausbildung hat Vertrauen und viel Mut von allen Seiten erfordert. Dieser Mut wurde belohnt.“ (weiterlesen)


Iftar Empfang der Schura Niedersachsen

Anlässlich des Monats Ramadan lud die Schura am 2.6.17 Gäste aus ganz Niedersachsen zum Fastenbrechen (Iftar) nach Hannover ein. Unter den Gästen waren neben Vertreter religiöser Gemeinschaften auch Ministerpräsident Stephan Weil. Er hob die Vielfalt innerhalb der Schura als Besonderheit hervor und bezeichnete die Schura als wichtigen und verlässlichen Ansprechpartner. Er appellierte an die Muslime, dass sie ihre Vielfalt bewahren und sich gegen radikale Spaltungen stellen sollten. Gleichzeitig müsse die Politik gegen Islamfeindlichkeit vorgehen. (weiterlesen)


Neuer Kurs für muslimische Krankenhaus-Seelsorge - Bewerbung jetzt möglich

Die Schura Niedersachsen bietet in Hannover einen neuen Kurs für muslimische Krankenhaus-Seelsorge an. Die etwa einjährige Ausbildung "Seelischer Beistand für muslimische Patienten“ umfasst 20 Stunden pro Monat und beinhaltet Themen wie islamische Glaubensfragen und Bittgebete sowie islamischer Umgang mit Krankheit. Genauso gehört dazu die Reflexion der persönlichen Haltung und der Umgang mit Konflikten und Zweifel. 

Der Kurs richtet sich vornehmlich an Mitglieder der Gemeinden, die nach dem Kurs ehrenamtlich etwa drei bis fünf Stunden pro Woche in Krankenhäusern oder Hospizen in der Region Hannover arbeiten möchten. Weitere informationen zur Bewerbung können der Ausschreibung entnommen werden. (weiterlesen)

Muslime fühlen sich ungleich behandelt

Warum fühlen sich Muslime in Niedersachsen im Vergleich zu anderen Religionsgemeinschaften nicht als ebenbürtig behandelt? Weil sie zu schnell mit Extremisten gleichgesetzt werden, meint der Vorsitzende der Schura Niedersachsen, Recep Bilgen.

„Wir sehen unsere Aufgabe auch darin, für einen Islam im Einklang mit dem Grundgesetz einzutreten“, so der Schura-Vorsitzende. Man empfinde es als „herben Rückschlag“, dass sich die Politik trotz des wiederholten Entgegenkommens von muslimischer Seite nicht zur Zustimmung für den sogenannten Staatsvertrag habe entschließen können.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte zuvor klargestellt, dass es in der laufenden Legislaturperiode keinen Staatsvertrag mit den Muslimen im Land geben werde. Dafür fehle die „notwendige Akzeptanz in der Gesellschaft“. (weiterlesen)

 

 

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