Dem Terror entgegenstehen

Die Schura Niedersachsen trauert in diesen Tagen mit all denen, die angesichts der terroristischen Anschläge Familie oder Freunde verloren haben. Die Anschläge in Paris, aber auch Ankara, Beirut und Bagdad erfüllen uns mit tiefem Entsetzen und wir erbitten Genesung für die vielen verletzten Menschen und Trost und Kraft für die Hinterbliebenen.

 

Jeder Mensch, egal, woher er kommt, wohin er geht, egal, woran er glaubt oder wie er sein Leben gestalten will, hat ein Recht auf Leben und ein Recht, sein Leben selbst zu gestalten, in Freiheit und Würde unter sicheren Bedingungen. Terroristen, die dieses Recht nehmen durch ihr grausames Morden, machen uns fassungslos und bestürzt.

 

Wie kann man sich diesem Terror entgegen stellen?

 

Wir denken, es ist wichtig, weiterhin gemeinsam in Hannover und Niedersachsen den friedlichen Dialog, das nachbarschaftliche Miteinander zu pflegen und diejenigen zu schützen, die in der Minderheit sind, oder unserer Hilfe bedürfen. Dieser Terror darf nicht unser Leben bestimmen und uns in unserem respektvollen Miteinander beinträchtigen.

 

Wichtig ist aber auch, sich kritisch, offen und dialogisch der bisherigen Nahostpolitik Europas zu stellen, denn wir leben in einer Welt: Krieg und Terror sind nirgendwo Zuhause. Waffenexporte und ungleiches Umgehen mit Despoten und Diktatoren verraten den Wunsch aller Menschen nach Frieden und Gerechtigkeit.

 

Es gilt insbesondere, diese Ideologie zu bekämpfen, die hinter diesem Terror und den feigen Anschlägen steht. Eine Ideologie, die sich auf den Islam beruft und dabei die Grundlagen des Islam verrät. Junge Menschen, die auf verschiedenen Wegen, aus unterschiedlichen Lebenssituationen heraus mit dieser Ideologie in Berührung kommen, brauchen unseren Schutz und unsere Hilfe, bevor sie dort Zuflucht suchen, wo sie Gewalt finden und Verblendung. „Schura orientiert sich an einem friedvollen Islam der Mitte, jenseits jeglicher inquisitorischer, wahabistischer oder liberalistischer Positionen.“ „Durch Wahabismus, Salafismus und Dschihadismus besonders radikalisierte Jugendliche: von solchen dürfen wir uns aber nicht abwenden, wir müssen große Anstrengungen unternehmen, diese in die Mitte einer pluralen, friedfertigen und an den Werten des Grundgesetzes orientierten Gesellschaft zurückzuholen“, so der Vorsitzende.

 

(14.11.2015)