Landesbischof: Gefahr nicht kleinreden

Der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, hat mit einem Schreiben vom 13.03.2018 an die Schura Niedersachsen sein Mitgefühl zu der Gewalt gegen Moscheen geäußert und diese feigen und hinterhältigen Anschläge aufs schärfste verurteilt.

 

In seinem Schreiben heißt es:

„In den Tagen um das letzte Wochenende gab es in mehreren deutschen Städten schwere Gewalt gegen Moscheen und türkische Einrichtungen.

 

In Berlin, Meschede, Itzehoe und Lauffen wurden Brandanschläge verübt. Einer dieser Anschläge verlief beinahe tödlich. Der Imam in Lauffen wohnt, so las ich, in der angegriffenen Moschee. Gott sein Dank bemerkte er den Brand und konnte das Feuer selbst löschen. Die Polizei, so ist den Zeitungsberichten zu entnehmen, ermittelt wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung.

 

Ich möchte ihnen auf diesem Wege versichern, dass wir als Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers diese feigen und hinterhältigen Anschläge aufs schärfste verurteilen. Unser Mitgefühl gilt allen betroffenen Einrichtungen und Moscheegemeinden.

 

Bitte bringen Sie dieses Mitgefühl und unsere Betroffenheit auch gegenüber den niedersächsischen Musliminnen und Muslimen zum Ausdruck.

 

Wir als Landeskirche werden alles in unserer Macht stehende tun, dass die Öffentlichkeit nicht wegsieht und die Gefahr nicht kleingeredet wird – gleichgültig wer hinter den Anschlägen stehen mag.

 

Moscheen verdienen denselben Respekt und Schutz wie kirchen, Synagogen und alle anderen Gebetshäuser. Mit Ihnen gemeinsam werden wir uns auch in Zukunft mit aller Kraft für das Grundrecht auf Religionsfreiheit einsetzen.“