Pfarrer bilden Muslime aus

Landeskirche unterstützt Beistand muslimischer Patienten im Krankenhaus

Die Landeskirche Braunschweig unterstützt den Landesverband der Muslime in Niedersachsen (Schura) bei der Ausbildung von Frauen und Männern, die ehrenamtlich muslimischen Patientinnen und Patienten im Krankenhaus seelischen Beistand leisten.

 

Die Krankenhausseelsorger Volkmar Schmuck (Wolfenbüttel) und Ulrike Baehr-Zielke (Schladen) bilden fünf Frauen und fünf Männer in einem zwölfmonatigen Kursus für den Einsatz im Krankenhaus aus. Es ist das erste Projekt dieser Art in Braunschweig und das zweite in Norddeutschland. Es hat am Freitag, 18. März 2016 begonnen.

Die Ausbildung orientiert sich an den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie, dem christlichen Fachverband für Seelsorge, Beratung und Supervision in Deutschland. Wichtige Themen der Ausbildung sind die Gesprächsführung und ihre ethischen Standards sowie die Reflexion der persönlichen Lebenserfahrungen und des Glaubens.

 

„Muslime brauchen mehr seelischen Beistand im Krankenhaus als bisher“, sagt Projektleiter Dr. Abdul Nasser Al-Masri (Braunschweig): „Wir freuen uns, dass wir mit den christlichen Kirchen dabei zusam-menarbeiten können.“ Und Landeskirchenrat Jörg Willenbockel, zuständiger Referent im Landeskirchenamt Wolfenbüttel, unterstreicht: „Gerne teilen wir die professionellen pastoralpsychologischen Standards, die uns in der Krankenhausseelsorge leiten.“ Er sehe darin auch einen Beitrag zum guten Miteinander der Religionen in Niedersachsen.