Einsatz für Toleranz und Integration


„Stadtplakette Hannover Wappen der Stadt Dreiblättriges Kleeblatt Eigenturm von Ulrike Enders“ von Bernd Schwabe in Hannover - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

Für sein langjähriges ehrenamtliches und soziales Engagement hat SCHURA- Vorsitzender Avni Altiner die Stadtplakette von Hannover verliehen bekommen. Die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover verlieh am 29.07.2012 erstmals einem Muslim einen Ehrenpreis für seinen gesellschaftlichen und religiösen Einsatz.


Der Hannoveraner Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) verlieh den Preis bei einem Festakt im Rathaus an Altiner sowie fünf weitere Personen des öffentlichen Lebens. Weil wies in seiner Laudatio darauf hin, dass „Altıner seit 1996 unermüdlich um gegenseitiges Verständnis der Religionen und Kulturen“ werbe.


Als Schura-Vorsitzender habe sich Avni Altiner auch besonders stark für den Islamischen Religionsunterricht (IRU) eingesetzt. Der Religionsunterricht fördere mit der Teilnahme zahlreiche Grundschulen und einer hohen Beteiligungsquote der muslimischen Schülerschaft in Niedersachsen die Integration junger Musliminnen und Muslime, sagte Weil. Zudem seien durch Avni Altıners intensive Bemühungen auf dem Friedhof Hannover-Stöcken nun Bestattungen nach islamischem Ritus möglich. „Avni Altiner hat sich für das Miteinander der verschiedenen Konfessionen und Kulturen in Hannover, für gegenseitigen Respekt, Toleranz und Integration eingesetzt und sich damit in herausragender Weise um die Landeshauptstadt verdient gemacht“, erklärte der Oberbürgermeister vor zahlreichen geladenen Gästen.


Altiner, der seit über 30 Jahren in Hannover lebt, ist der erste Muslim, der mit dieser Auszeichnung gewürdigt wurde. Der Schura-Vorsitzende ist verheiratet und hat eine fünfjährige Tochter sowie einen 16-jährigen Sohn. Der Landesverband der Muslime (Schura) ist eine der beiden großen islamischen Religionsgemeinschaften in Niedersachsen. Sie zählt mittlerweile über 90 Gemeinden, darunter auch viele nichttürkische, unter anderem arabische-, bosnische-, afghanisch-pakistanische und deutsche Gemeinschaften.


Neben den großen türkischen Vereinigungen der „Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa“ (ATIB), „Islamische Gemeinschaft Milli Görüs“ (IGMG) und dem „Verband Islamischer Kulturzentren“ (VIKZ), sind auch unabhängige oder kleinere Verbände wie die „Jama’at-un Nur“ (IGJM), deren Vorsitzender in Hannover Avni Altıner selbst ist, in der Schura organisiert. Seit Jahren ist Altiner ein geschätzter Gesprächspartner für alle Seiten in Niedersachsen. Der stets um konstruktive Zusammenarbeit mit seinen Partnern bemühte 44-Jährige ist auch weit über die Grenzen der niedersächsischen Landeshauptstadt bekannt.


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