Christian Pfeiffer präsentiert islamskeptische Thesen in Moschee

Der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen Christian Pfeiffer war am 29.06.2010 von der SCHURA in eine Moschee eingeladen. Das Ergebnis seiner bundesweiten Studie ließ sich zugespitzt so zusammenfassen: Je muslimischer, desto größer die Probleme. Moderiert wurde die Veranstaltung von Ina Wunn.

Am 29.06.2010 hatte Schura Niedersachsen den Kriminologen Christian Pfeiffer zu einer Podiumsdiskussion eingeladen, moderiert von Ina Wunn von der Universität Bielefeld.

 

Das Ergebnis einer bundesweiten Studie des Kriminologen Christian Pfeiffer ließ sich zugespitzt so zusammenfassen: je muslimischer, desto größer die Probleme. Der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen stellte seine neuesten Erkenntnisse am Montagabend dort vor, wo er mit der größten Skepsis rechnen durfte: in einer Moschee.

 

Pfeiffer fand zum Beispiel einen deutlichen Zusammenhang zwischen Religiosität und Bildung. Besonders gläubige muslimische Schüler sprechen schlechter Deutsch, strebten niedrigere Schulabschlüsse an und fühlten sich hier weniger zugehörig als ihre weltlicher geprägten Altersgenossen: „Je stärker ihre religiösen Gefühle sind, desto weniger sind sie integriert“, sagte er in der mit gut 100 Zuhörern gefüllten Moschee in der Dieckbornstraße von seinem Platz auf dem Podium aus – die Gebetsnische nur ein paar Schritte entfernt.

 

Pfeiffer: Zwar tränken die muslimischen Schüler weniger Alkohol und klauten weniger. Bei stärker mit Gewalt verbundenen Fällen zeige sich jedoch ein anderes Bild: „Je stärker sie religiös sind, umso häufiger begehen sie Raubdelikte.“ Bei den christlichen Jugendlichen wiederum fand Pfeiffer das exakte Gegenteil. Bei ihnen gelte: je religiöser, desto friedlicher. Der Wissenschaftler leitet aus seinen Thesen keine Kritik am Islam selbst ab, sondern lediglich an seiner Vermittlung. Das Problem seien Imame, die kein Deutsch sprechen und wenig über das Leben hier wissen. Letztlich förderten sie die „Machokultur“ unter türkischen Jugendlichen – für Pfeiffer ein Ursprung allen Übels. Von einer Imam-Ausbildung in Deutschland, wie es sie jetzt an deutschen Unis geben soll, verspricht sich Bülent Uçar von der Universität Osnabrück daher „wichtige integrationspolitische Impulse“.

 

Pfeiffers Thesen sagten jedenfalls mindestens so viel über Deutschland wie über die jungen Muslime aus, meint die Hamburger Turkologin Özlem Nas: „Die schlechten Werte sind auch ein Zeugnis für das Land, in dem sie leben. Sie spiegeln wider, wie sie sich in diesem Land akzeptiert fühlen.“

 

Erst am Ende, in der zur Unzufriedenheit vieler Besucher auf wenige Minuten beschränkten Diskussion mit dem Publikum, brach das Unwohlsein vieler Muslime mit Pfeiffers Thesen durch. Er habe mit seinen Fragen nach Gebetshäufigkeit und Moscheebesuchen nicht die Religiosität der jungen Menschen erfasst, kritisierten viele. „Man kann Religion so nicht messen, Ihre Ergebnisse sind falsch“, sagte ein Zahnarzt aus Braunschweig und erhielt dafür viel Beifall. In der kurzen Zeit war jedenfalls viel zu spüren von der Verärgerung über Pfeiffers Thesen. Letztlich überwogen an diesem Abend aber die harmonisierenden, manchmal sogar zuversichtlichen Meinungen: „Dass so viele Migranten während der WM gerade für Deutschland jubeln“, meint Firouz Vladi, „daran können wir anknüpfen.“

 

Quelle: www.HAZ.de verkürzt nach Thorsten Fuchs